Geschichte

Die Geschichte von Mischek Systembau zeigt die Entwicklung von einem kleinen Baubetrieb zu einem führenden Anbieter im industrialisierten Bauen, geprägt durch Innovation, Standardisierung und kontinuierliche Weiterentwicklung.

Ausgewählte Meilensteine

Bild von Wien aus den 50ern © Mischek Archiv
1946
Die Geschichte von Mischek beginnt im Jahr 1946, als Hugo Konrad Mischek gemeinsam mit seinem Vater einen kleinen Baumeisterbetrieb in Wien übernimmt. In der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg liegt der Fokus darauf, zerstörte Gebäude möglichst schnell wieder instand zu setzen und Baulücken effizient zu schließen. Dabei entwickelt sich früh die Idee, den Bauprozess zu vereinfachen und zu industrialisieren, um schneller und kostengünstiger arbeiten zu können.
Bild von Fertigteilplatten © Mischek Archiv
1959
Im Jahr 1959 macht Hugo Mischek seine ersten Erfahrungen mit Vollfertigteilplatten. Die Herstellung findet Anfangs unter sehr einfachen Bedingungen statt. Ziel ist es, eine standardisierte Bauweise zu entwickeln, mit der sich Bauprozesse beschleunigen und besser kontrollieren lassen. Diese frühen Tests bilden die Grundlage für die spätere industrielle Fertigung von Bauteilen.
Bild von Modell einer Umlaufanlage © Mischek Archiv
1960
Bereits 1960 gelingt ein entscheidender Durchbruch: Zum ersten Mal werden großformatige Betonfertigteile in Fließbandtechnik produziert. Damit wird ein Prinzip aus der Automobil-Industrie (Henry Ford) erfolgreich auf das Bauwesen übertragen. Diese Innovation markiert den Beginn des modernen Systembaus und gilt als Meilenstein der industrialisierten Bauproduktion. Der große Erfolg dieser Methode führt dazu, dass das Unternehmen rasch wächst und seine Aktivitäten ausweiten muss.
Bild von errichtung eines Fertigteilgebäudes © Mischek Archiv
1969
Im Jahr 1969 wird die Produktion weiter ausgebaut und strukturiert. In diesem Zusammenhang wird der Standort Gerasdorf zu einem zentralen Fertigungsort entwickelt, wo bis heute produziert wird. Durch diese stärkere Industrialisierung der Fertigung können größere Bauvorhaben effizient umgesetzt werden, was den weiteren Ausbau der Marktposition unterstützt.
Bild von Werkshallen Gerasdorf © Mischek Archiv
1973
1973 erfolgt die vollständige Übersiedelung nach Gerasdorf, wo die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut werden. Der Standort entwickelt sich zu einem wichtigen Zentrum für die Herstellung von Betonfertigteilen mit großen Produktionsflächen und moderner Infrastruktur. Die industrielle Vorfertigung ermöglicht dabei eine höhere Qualität, bessere Terminplanung und insgesamt effizientere Bauprozesse, was zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird.
Bild eines Modells eines Wohnbauprojektes © Mischek Archiv
1995
Ab 1995 setzt Mischek mit großen Wohnbauprojekten, insbesondere in Wien-Floridsdorf, neue Maßstäbe im Fertigteilbau. Das entwickelte System etabliert sich zunehmend als Standard im mehrgeschossigen Wohnbau. In den folgenden Jahren werden rund 100.000 Wohnungen mit dieser Bauweise geplant und errichtet. Gleichzeitig treibt Hugo Mischek die technische Weiterentwicklung voran und meldet rund 27 Patente im Bereich Bau- und Produktionstechnik an, wodurch das Unternehmen zu einem Innovationsführer wird.
1998 - 2000
Zwischen 1998 und 2000 entsteht schließlich der Mischek Tower in Wien-Donaustadt, ein Prestigeprojekt des Unternehmens. Das Gebäude ist 110 Meter hoch, besteht aus rund 10.000 Fertigteilen und war zur Zeit seiner Fertigstellung das höchste Wohngebäude Österreichs sowie das weltweit höchste Gebäude in Fertigteilbauweise. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass die industrielle Fertigteilbauweise auch im Hochhausbau erfolgreich eingesetzt werden kann und unterstreicht die technologische Führungsrolle von Mischek im Bereich des Systembaus.
Bild von STRABAG Logo
2004
Übernahme durch STRABAG AG

Automatisierung als Schlüssel zum Erfolg

Zusätzlich zeigt sich, dass Mischek seinen Erfolg durch stetige Weiterentwicklung, Modernisierung und Innovation sichern konnte. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der zunehmenden Automatisierung der Produktion.

  • Foto von Mischek Systembau Werk
    © Robert Kalb
  • Foto von Mischek Systembau Werk
    © Daniel Doncsecs
  • Foto von Mischek Systembau Werk
    © Daniel Doncsecs
  • Foto von Mischek Systembau Werk
    © Daniel Doncsecs
  • Foto von Mischek Systembau Werk
    © Robert Kalb
  • Bild von Mischek Systembau Werk
    © Jürgen Wallner

Die Umlaufanlage 1 ermöglicht eine effiziente Serienfertigung von Massivfertigteilen und nutzt unter anderem einen Schalungsroboter, um Prozesse zu automatisieren und zu beschleunigen. Ergänzend dazu befindet sich in der U1 eine Mattenschweißanlage, die nicht nur die Umlaufanlage selbst, sondern auch die Standproduktion für Sonderfertigteile mit Bewehrungsmatten versorgt.

Die modernere Umlaufanlage 2 ermöglicht eine flexible und stark automatisierte Produktion von Halbfertigteilen. Dort kommen unter anderem der Tubemaster (für automatisierte Herstellung der Bauteilaktivierung) sowie ein Gitterträgerautomat zum Einsatz, wodurch der Automatisierungsgrad weiter erhöht wird.

Durch diese Technologien können Produktivität und Qualität kontinuierlich gesteigert werden. Die Kombination aus Innovation und Automatisierung bildet damit die Grundlage für den modernen Systembau bei Mischek.